Ein gesetzlicher Rahmen als Grundlage unserer Arbeit


flower"Ein Schutzgebiet ist ein klar definierter geografischer Raum, der aufgrund rechtlicher oder anderer wirksamer Mittel anerkannt und gepflegt wird und dem Erreichen eines langfristigen Schutzes und Erhalts der Natur sowie der darauf beruhenden Ökosystemleistungen und kulturellen Werte dient" (International Union for Conservation of Nature, IUCN Definition 2008)

Zum Schutz von Natur, Arten und Landschaft bestehen verschiedene Schutzgebietsformen:

  • Großschutzgebiete: Nationalparks, Biosphärenreservate, Naturparke

  • Schutzgebiete mittlere Größe: Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, Naturdenkmale, geschützte Landschaftsbestandteile, gesetzl. geschützte Biotope

  • Europäisches Netzwerk Natura 2000: Vogelschutzgebiete, FFH-Gebiete

Ein wichtiges Augenmerk liegt bei dem europäischen Netz aus zusammenhängenden Schutzgebieten (Natura 2000), das spezielle Arten und Lebensraumtypen benennt welche besonders schützenswert sind. Ziel von Natura 2000 ist die Gewährleistung oder ggf. Wiederherstellung des günstigen Erhaltungszustandes der natürlichen Lebensraumtypen und Arten Habitate in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet. Die Eignung von Gebieten werden über 2 gesetzliche Richtlinien festgelegt: die Vogelschutzrichtlinie, daraus hervorgehend die Vogelschutzgebiete (auch Special Protected Areas, SPA) und die Fauna-Flora-Habitatrichtlinie (FFH-Richtline), daraus hervorgehend die FFH-Gebiete (auch Special Areas of Conservation, SAC). Diese Gebiete müssen bei der Europäischen Union registriert werden. Sie unterliegen einem Erhaltungsgebot sowie einem Verschlechterungsverbot, dies wird alle 6 Jahre geprüft. Deshalb werden Management- und Maßnahmenpläne erstellt um diesen Anforderungen gerecht zu werden.

Text by Julian Wendler & Dr. Matthias Wichmann